Terroir ist kein Schlagwort. Es ist Gesetz.

Burgund

Im Burgund entscheiden manchmal dreißig Meter über einen Wein. Parzellen, die nebeneinander liegen, schmecken unterschiedlich. Das ist kein Mythos. Das ist Geologie.

Pinot Noir bedeutet hier nicht Frucht. Er bedeutet Boden, Spannung, Geschichte. Chardonnay steht nicht für Opulenz – er steht für Kühle, Mineralität, Zurückhaltung, die mehr sagt als laute Weine.
Wir selektieren keine Statusweine. Wir selektieren Weine, bei denen man weiß, wo sie gewachsen sind – ohne auf das Etikett zu schauen. Herkunft im reinsten Ausdruck.

Weinbaugebiet Burgund
Burgund

Arnaud Tessier

Meursault – Ins kalte Wasser. Und nie wieder zurück.

Arnaud Tessier war 21, als sein Vater plötzlich starb. Kein langer Übergang, keine Einarbeitung. Nur 3,5 Hektar Meurseult, ein Keller – und die Aufgabe, beides zu führen, ohne je selbst einen Wein vinifiziert zu haben.

Was er daraus erschaffen hat, ist heute eine der gefragtesten Adressen in Meursault. Charmes-Dessus, Genevrières, Poruzot – Lagen, für die andere Jahrzehnte warten. Organisch bewirtschaftet und so wenig Eingriffe im Keller wie nötig.

Wenn man Arnaud besucht, ist er meistens nicht da. Er ist in den Weinbergen.

Jean Marie Fourrier

Gevrey-Chambertin – Die Kunst, nichts zu tun.

Jean-Marie Fourrier hat bei Henri Jayer gelernt. 1994 hat er das Weingut seines Vaters übernommen – mit 23 Jahren. Und seitdem eine einzige Frage gestellt: Was braucht der Wein wirklich?

Seine Antwort: alle Arbeit im Weingarten, so wenig wie möglich im Keller. Keine Herbizide, alte Reben – welche unter 30 Jahren sind, kommen nicht in die Domaine-Weine. 10 Hektar, 70 Parzellen, 15 verschiedene Weine aus Gevrey-Chambertin, Chambolle, Morey und Vougeot.

Clos Saint-Jacques, Griotte-Chambertin – Lagen die Fourrier für sich sprechen lässt.

Jerome Galeyrand

Gevrey-Chambertin – Vom Käse zum Pinot Noir.

Jerôme Galeyrand hat acht Jahre lang Käse verkauft. Dann hat er eine Lese bei Alain Burguet in Gevrey-Chambertin gemacht – und nie mehr aufgehört.

2002 kaufte er seinen ersten Weinberg. 0,05 Hektar. Kleiner geht es kaum. Heute sind es 5,25 Hektar über die gesamte Côte de Nuits – Marsannay, Fixin, Gevrey-Chambertin, Morey-Saint-Denis. Organisch, biodynamisch, minimaler Eingriff.

Von Kritikern als eines der aufregendsten Weingüter des Burgunds gehandelt. Glück hat der, der jetzt noch rankommt.

Jean Marie Bouzereau

Zehn Generationen. Fünf Weingüter. Ein Maßstab.

Die Bouzerau-Familie baut seit zehn Generationen in Meursault an. Heute tragen fünf verschiedene Weingüter den Namen – alle verwandt, dennoch eigenständig.

Jean-Marie hat 1994 übernommen. Davor war er bei Praktika in den USA und Australien – nicht um wegzubleiben, sondern um mit einer anderen Sichtweise zurückzukomen.

9 Hektar sind über Meursault, Puligny-Montrachet, Volnay und Pommard verteilt. Chardonnay, der nicht laut ist. Der wartet, bis man zuhört.

Roland Lavantureux

Kein Trend. Kein Aufwand. Nur Chablis.

Die Familie Lavantureux baut seit acht Generationen in Chablis an. Verkauft wurden die Weine lange in Fässern. 1978 hat Roland das geändert und angefangen, selbst abzufüllen.

Heute führen seine Söhne Arnaud und David das Weingut. Arnaud im Weinberg und Keller, David nach außen. Kimeridgian-Kalk, der Boden, der Chablis zu Chablis macht – salzig, mineralisch, präzise. Weine, die nicht erklären, was sie sind. Die es einfach sind.

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